Alternative und naturnahe Bestattungsformen

Die Baumbestattung und die Diamantbestattung genauer betrachtet

Den Bestattungsformen geht die Feuerbestattung voraus. Sie stellen Alternativen zur Beisetzung in einem Grab auf dem Friedhof dar, daher tragen sie auch oft den Namen alternative Bestattungsformen. Bis zu den 1990er Jahren gab es keine Wahl zum Friedhof in Deutschland. Die meisten der Bestattungen haben ihre letzte Ruhestätte in der Natur, diese werden deshalb unter dem Begriff naturnahe oder Naturbestattungen zusammengefasst. Es gibt unter anderem die Seebestattung, bei welcher der Beisetzungsort der Urne außerhalb der Dreimeilenzone im Meer liegt. Es gibt keine Folgekosten, aber auch keine Grabstelle zum Besuchen, also keinen richtigen Ort für die Trauer. Weiterhin existieren noch die Baumbestattung oder außerhalb Deutschlands auch die Ballon-, Luft-, Berg- oder Wiesenbestattung, auch eine Bestattung im Weltraum ist inzwischen möglich. Zwei Varianten beleuchten wir nachfolgend etwas genauer: die Baumbestattung und die Diamantbestattung.

Kiefern, Eichen und Buchen, Idylle pur. Ein paar Sonnenstrahlen leuchten durch die Bäume, Blätter rauschen im Wind, Vogelgezwitscher, ansonsten Stille. Es herrscht Frieden in dem Waldstück des ersten Friedwaldes in Sachsen-Anhalt. Mitten im Dessau-Wörlitzer Gartenreich ist dieser entstanden. Hier können Verstorbene in biologisch abbaubaren Urnen direkt an den Wurzeln der Bäume bestattet werden und finden ihre letzte Ruhe in freier Natur. Man kann wählen zwischen einem Familienbaum, der bis zu zehn Urnen Platz bietet, oder einem Platz am Gemeinschaftsbaum. Grabpflege ist hier untersagt, das übernimmt die Natur. Grabsteine und Blumenschmuck sind tabu, lediglich ein schlichtes Namensschild erinnert an den Verstorbenen. Das Nutzungsrecht erwirbt man für ganze 99 Jahre!

In einer hektischen, veränderten Welt von heute ist oft nicht mehr möglich für Angehörige eine Grabstelle zu besuchen, deshalb können Sie Ihren Wunsch nach Erinnerung und den Ausdruck Ihrer Liebe zum Verstorbenen greifbar machen – mit einer Diamantbestattung.
Aus Kremationsasche werden Diamanten in höchster Qualität hergestellt, um Hinterbliebenen eine besondere Art des Gedenkens zu ermöglichen. Eine Ehrung zu jeder Zeit, an jedem Ort und in der von Ihnen gewünschten Nähe. Die Transformation der Asche findet im Ausland statt. Der mehrwöchigen Pressung des Diamanten unter hoher Temperatur und Druck geht eine aufwändige Aufbereitung voraus. Der entstandene Rohdiamant wird in hochpräziser Handarbeit bearbeitet. Größe, Anzahl und Schliffart der Diamanten können von Ihnen frei gewählt werden. Vielleicht wünschen Sie den Schliff zu einem funkelnden Brillanten? Jeder Erinnerungsdiamant ist ein Unikat wie der Mensch.
Ein Zertifikat über die chemische Zusammensetzung der Asche gewährleistet die Echtheit des Diamanten. Als Alternative oder Ergänzung zu den traditionellen Bestattungsarten stößt diese neuartige Dienstleistung auf reges Interesse. Meist wird nämlich nur ein Teile der Asche für den Diamanten verwendet und der andere kann weiterhin auf dem Friedhof oder an einem anderen erlaubten Ort wie der See oder dem Wald beigesetzt werden, so dass Sie sich gar nicht zwischen beiden entscheiden müssen. Auch können Sie zu Lebzeiten bereits in einer Bestattungsvorsorge festlegen, ob und wer einen Diamanten erhalten soll.

Antea Bestattungen informiert Sie über jegliche Bestattungsarten und Bestattungsformen, kommen Sie einfach in der Filiale vorbei oder auch zu einer unserer Informationsveranstaltungen zu diesen Themen.